Wer als Teilnehmer im Juni am 15. Weltkongress von „Inclusion International“ in Berlin dabei war, schwankte zwischen Erstaunen und Begeisterung. Erstaunen darüber, wie hervorragend geordnet und unaufgeregt die Veranstalter die Organisation für diese riesige Teilnehmerzahl auf die Beine gestellt haben. Begeisterung darüber, dass es möglich ist, durch vereinfachte Sprache auch komplexe Sachverhalte so aufzuarbeiten, dass es allen Menschen möglich ist, sie zu verstehen, und an der Diskussion teil zu nehmen. Der Kongress lebte die Forderung behinderter Menschen: „Nicht über uns, ohne uns.“ Berlin war gelebte Inklusion und zeigte die Botschaft dieser Veranstaltung – Rechte werden Wirklichkeit – live und sehr farbig.
Robert Antretter, Bundesvorsitzender der Lebenshilfe, brachte den für viele Menschen bei uns noch ganz unbekannten Begriff auf eine einfache Formel und zeigte damit, dass Inklusion weder etwas Neues noch etwas ist, das man erfinden müsste: „Behindertengerecht ist menschengerecht.“
Werner Ruhe, Geschäftsführer der Lebenshilfe Rotenburg-Verden gGmbH