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Unser Kind

Die Geburt eines Kindes: ein unbeschreibliches Ereignis.
Alle Anstrengungen sind vergessen, sobald die Mutter ihr Baby in den Armen hält. Ein wunderschöner Moment!

Wie aber fühlen sich Eltern, deren Kind mit einer geistigen Behinderung auf die Welt gekommen ist?

Der schwer behinderte Kilian mit seinen Eltern am Frühstückstisch. Foto: Hans D. Beyer
Wir möchten Ihnen  - den Eltern - von Anfang an zur Seite stehen. Wir möchten Ihnen Mut machen, Ihr behindertes Kind so anzunehmen, wie es ist. In der Lebenshilfe finden Sie Menschen, die Ihre Situation nur allzu gut kennen. Genau wie Sie leben diese Familien mit einem behinderten Kind. Hier berichten Eltern über ihre Erfahrungen, geben und erhalten wertvolle Hilfen und Tipps.
  • Jonathan mit seinen Eltern. Foto: Hans D. Beyer

    Eine Achterbahn der Gefühle

    Erleben auch Sie gerade, dass Ihre Gefühle mit Ihnen Achterbahn fahren? Wir Eltern in der Lebenshilfe kennen dieses ständige Auf und Ab - zwischen "am Boden zerstört sein" und der unendlichen Freude über dieses kleine, hilflose Wesen in unseren Armen.

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  • Ein schwer behindertes Kind. Foto: Max Wegscheidler

    Welche Behinderung hat unser Kind?

    Nicht immer ist die Diagnose so eindeutig wie beim Down-Syndrom. Eltern haben aber ein gutes Gespür dafür, wenn etwas mit ihrem Kind nicht stimmt. Kinderärzte stellen zwar gewisse Entwicklungsverzögerungen fest, doch beschwichtigen sie gerne die Eltern mit Sätzen wie: "Geben Sie Ihrem Kind noch etwas Zeit, das verwächst sich noch." Gerade bei eher seltenen genetischen Syndromen ist es ein langer und steiniger Weg, bis die Diagnose klar ist.

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  • Familie Zilske engagiert sich in der Elternarbeit. Foto: Peer Brocke

    Wer gibt uns Halt und Unterstützung?

    Bei aller Hinwendung zu Ihrem Kind: Denken Sie auch an sich! Der offene und freundschaftliche Kontakt zu Freunden und Verwandten ist für das eigene Wohlbefinden sehr wichtig. Elterngruppen helfen darüber hinaus, sich in dieser speziellen Situation verstanden und gut aufgehoben zu fühlen.

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  • Frühförderung ist eine der wichtigsten Hilfen - auch für Hannah. Foto: Hans D. Beyer

    Wie können wir unser Kind am besten fördern?

    Alle 90 Minuten wird bei uns in Deutschland ein Kind geboren, das mit einer geistigen Behinderung leben wird: Es entwickelt sich, aber langsamer. Es denkt, wenn auch einfacher. Es lernt, nur nicht so leicht. In Deutschland gibt es ein fast flächendeckendes Netz von Frühförderstellen und Beratungsstellen. Den Schwerpunkt bildet dabei die Hausfrühförderung; sie kann z. B. über die Lebenshilfe in Ihrer Nähe in Anspruch genommen werden.

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  • Dilara geht gerne in den Kindergarten. Foto: Hans D. Beyer

    Welcher Kindergarten ist der richtige?

    Kinder- mit und ohne Behinderung - brauchen den Kontakt zu anderen Kindern, auch schon im frühen Alter. Deshalb ist der Besuch eines Kindergartens auch für ein Kind mit Behinderung auf jeden Fall empfehlenswert. Mit einem behinderten Kind ist es viel schwerer, Kontakte zu anderen Familien mit Kindern zu knüpfen. Im Kindergarten hat Ihr Kind diese Kontakte jeden Tag, und es kann Erfahrungen machen, die es zu Hause nicht sammeln kann. Darüber hinaus bietet der Kindergarten zahlreiche Aktivitäten, zum Beispiel musikalische Früherziehung, Turnen und regelmäßige Ausflüge. All das fördert die Entwicklung und stärkt die Persönlichkeit Ihres Kindes.

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  • Lily kann schon lesen und schmökert gerne in ihren Conny-Heften. Foto: Peer Brocke

    Welche Schule braucht unser Kind?

    Während in den Kindergärten die Frage nach Intklusion längst mit einem "Ja“ beantwortet wird, ist in den deutschen Schulen das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung immer noch umstritten und in vielen Bundesländern eher rückläufig. Auch wenn viele Familien mit der schulischen Integration ihres Kindes gute Erfahrungen machen konnten, gibt es zahlreiche Probleme. Eltern tun sich deshalb schwer mit der Entscheidung: Sonder- oder Integrationsschule?

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  • Geschwister halten zusammen. Foto: Hans D. Beyer

    Wie geht es den Geschwistern und Großeltern?

    Jedes Baby verändert die Familie und stellt eine Herausforderung für die Geschwister dar. Unsere Kinder müssen nun akzeptieren, dass ein neues Familienmitglied da ist und noch dazu, dass dieses Baby "besonders“ ist, anders und hilfebedürftiger. Je natürlicher wir mit der Situation umgehen, desto einfacher wird es. Die Kinder lernen von uns. Geben Sie Ihren Kindern so viel Informationen über die Behinderung, wie sie haben wollen. Wenn Sie selbst verunsichert sind und nicht so genau wissen, wie Sie es ihnen erklären sollen, können Sie ein Bilderbuch einsetzen. Und verlassen Sie sich auf das gesunde Gefühl von Kindern!

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Lese-Tipp: Unser Kind

Das InfoMagazin der Lebenshilfe für junge Eltern.
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Erste Orien- tierung im Leistungs- recht für Kinder mit Behinderung und Ihre Familien
 
 
 
 
 
 
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