Es war einmal ein Mädchen, das hieß Monika* und lebte in einem lieblichen Ort in Süddeutschland. Monika saß im Rollstuhl, sie war schwer und mehrfach behindert. Gemeinsam mit anderen Kindern besuchte die 15-Jährige eine staatliche Blindenschule.
In der LHZ 2/2011 haben Sie unsere Vereinbarung zwischen der Behindertenwohnheim Duisburg gGmbH und dem Klinikum Duisburg erwähnt. Dorthin zu gelangen, war kein ganz leichter Weg. Die ersten Schritte für diese Kooperation sind wir schon vor mehr als zwei Jahren gegangen.
Im Herbst 2008 hatte sich bei der Lebenshilfe Leverkusen eine Gruppe gebildet, die eine Begleitung geistig behinderter Patienten im Krankenhaus möglich machen wollte. Bei einer Tagung erfuhr man von einem brauchbaren Modell, das bereits von der Lebenshilfe Bremen praktiziert wurde.
Das hier voröffentlichte Papier nebst Anlagen der Fachverbände für Menschen mit Behinderung stellt einen Versuch dar, auf der Grundlage geltender Gesetze die Angebote zur Gesundheitsversorgung strukturiert darzustellen, die Menschen mit Behinderung zur Verfügung stehen sollten.
Katja L. ist Ende Vierzig. Die mittelgroße Frau aus der Lebenshilfe-Wohnstätte im Nordosten Berlins wiegt mehr als 100 Kilo. Ein Gewicht, das Gefahren birgt; für Thrombose, Herzinfarkt, Kreislaufprobleme. Andrea Boss und Susann Engelmann vom Gesundheitsbezogenen Fachdienst (GbD) der Lebenshilfe Berlin nehmen sich Zeit für die Klientin, erfragen Ernährungsgewohnheiten, sehen sich die Beine an, die vom Tragen des Übergewichts stark geschwollen sind und schon zu Krampfadern neigen.
Hans Dieter Leiding begleitete 2009 seinen behinderten Sohn Hagen zu einer Herz-Operation in die Klinik. Hagen Leiding kann nicht sprechen und hat extrem autistische Züge. Über die Zeit im Krankenhaus mit kleineren und größeren Problemen führte der Vater Tagebuch. Er war damals 79, sein Sohn 50 Jahre alt.